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Maroni

In den Wiener Einkaufsstraßen liegt der Duft von gebratenen Maroni in der Luft. Vor Jahrhunderten galten Maroni als "das Brot des kleinen Mannes", weil diese zu Mehl gemahlen und so unter anderem zur Brotherstellung verwendet wurden. Die Hauptsaison dauert in der Bundeshauptstadt von 1. Oktober bis 31. März. Dieses Jahr gibt es 194 Maroni-Standler, die nicht nur die Edelkastanie, sondern auch Braterdäpfel und Erdäpfelpuffer anbieten.

Übrigens ist die Anzahl im Vergleich zu den vergangenen Jahren erstmals gesunken (minus zwei im Vergleich zu 2015, minus 4 im Vergleich zu 2014). In Österreich kommt vorwiegend türkische und italienische Ware auf den Markt. Österreichische Esskastanien werden wegen der geringen Erntemenge nur sehr selten an Ständen angeboten.

Die MA 59 kontrolliert als Lebensmittelaufsicht der Stadt Wien die Qualität der angebotenen Nüsse: In der letzten Maronisaison wurden 39 Proben gezogen und in einem Labor überprüft. Fünf Proben waren für den Verzehr ungeeignet. Im Falle von Beanstandungen wird die gesamte Menge des Sackes aus dem Verkehr genommen und eine Strafe erteilt.
So lagern Sie Maroni richtig

Einkäufer im Supermarkt erkennen die Qualität daran, dass die Nüsse fest und schwer sind sowie eine glatte, glänzende Schale besitzen.

Der hohe Zuckergehalt in Verbindung mit dem hohen Wassergehalt macht Maroni leicht verderblich. Bei Zimmertemperatur können diese eine Woche lang aufbewahrt werden, im Kühlschrank bis zu einem Monat. In einem Kübel mit trockenem Sand können die Nüsse sogar mehrere Monate haltbar gemacht werden.

Wer sie im Kühlschrank lagert, sollte die Nüsse in ein durchlöchertes Plasktiksackerl einwickeln. Gekochte Esskastanien lassen sich einfrieren, so kann die Haltbarkeit auf ein halbes Jahr verlängert werden.
Maroni müssen untergehen

Die Maroni eine Stunde in Wasser einweichen, damit man sie später besser schälen kann und sie nicht austrocknen.
Tipp: Ob eine Esskastanie von guter Qualität ist, lässt sich durch einen Wassertest feststellen. Gehen diese in einer Schüssel mit Wasser unter, können sie verarbeitet werden. Schwimmende Nüsse deuten auf Wurmbefall hin und gehören aussortiert.
Gut abtrocknen und auf der Rückseite kreuzweise einschneiden.
Bei 220 Grad ins Backrohr, nach 10 Minuten die Maroni gut durchrütteln und nochmals 10 Minuten backen.
Nach dem Backen müssen die Maroni in einem feuchten Tuch oder in einem mit Zeitungspapier ausgelegten Topf 10 Minuten schwitzen. So lassen sie sich leichter schälen.

Frische: 1. Die Schale muss glatt sein und darf keine Fressspuren aufweisen. 2. Die Maroni darf sich nicht eindrücken lassen. 3. Sie darf nicht hohl klingen. 4. Auch auf Schimmelbefall sollte man ein Auge haben.