Luchsexperte würde mit Kindern auf den Buchenberg gehen

Ybbstalnews.at sprach mitdem  Luchsexperten das Nationalparks Kalkalpen Christian Fuxjäger...

Tierparkleiter Andreas Plachy holte Luchsexperten zum Einfangen der entkommenen Luchse zu Hilfe. Christian Fuxjäger ist der Leiter des Luchsprojektes Nationalpark Kalkalpen und gibt insofern Entwarnung, dass ein Luchs seines Wissens noch nie einen Menschen angefallen hat und keine Gefahr besteht. "Ich würde sogar mit meinen Kindern auf den Buchenberg gehen, um ihnen einen Luchs in freier Wildbahn zu zeigen". Hier das YBBSTALNEWS-Interview:

Gleich nach dem Entkommen der beiden Luchse haben Tierparkleiter Plachy und sein Team täglich nach den Tieren gesucht und sind Sichtungsmeldungen nachgegangen. Einmal kam es sogar zur einer Begegnung, wobei aber der Narkosepfeil nicht funktioniert hat. Grundsätztlich ist es aber schwierig die beiden Entlaufenen im weitläufigen und steilen Gelände zu finden und per Narkosegewehr zu markieren. Die Narkose wirkt erst nach 10 bis 15 Minuten und da kann der Luchs schon wieder hunderte Meter weit weg sein.

Als nächste Maßnahmen wurden zwei Falle aufgestellt und mit Fleisch bestückt. Weiters werden an bestimmten Plätzen Fleischstücke ausgelegt, die mit Infrarotkameras beobachtet werden, um herauszufinden, wo sich die Luchse häufiger aufhalten, um die Fallen dann zielgerichteter platzieren zu können. Grundsätzlich finden die Experten die Sperre des Buchenberges gut, da die Tiere nicht so abgelenkt werden und eventuell leichter in die Falle gehen. Eine Gefahr für Menschen sehen Christian Fuxjäger und der Nationalpark Ranger Hermann Jansesberger nicht. Ranger Jansensberger: "In der nächsten Zeit sollte man mit seinem Hund auf dem Buchenberg vorsichtig sein und bei einer Luchssichtung eher einen anderen Weg nehmen, da das Weibchen ihren Nachwuchs bei zu großer Nähe instinktmäßig verteidigt. Eine Gefahr für Menschen beststeht aber nicht. Noch dazu sind die Tiere an Menschen gewöhnt."

Sollte das Pärchen nicht gefunden werden, dann werden sie irgenwo leben und weiterwandern, da sie ja Teil unseres heimischen Ökosystems und unserer Fauna sind. Also nichts außergewöhnliches, wenn ein Luchs in freier Wildbahn anzutreffen ist, schließlich werden sie ja in den Alpen wieder angesiedelt wie u.a. im Nationalpark Kalkalpen, wo es keine Vorkommnisse mit der Bevölkerung gegeben hat.