Lebendigkeit auf der Basilika-Orgel

by Red. Ybbstalnews

(v.l.n.r.) Elisabeth Schnabel, die Sopranistin, Thomas Schnabel, Organist , Eva Schnabel, Violoncello, Günther Haberfellner, Blockflöte.
Mit ihm musizierte die Sopranistin Elisabeth Schnabel, am Violoncello verstärkte den Bass Eva Schnabel und dazu kam noch die quirlige  Blockflöte von Günther Haberfellner. Thomas Schnabel wählte für die reine Orgelmusik G. Muffats Toccata Tertia, einem imposanten Stück,  das mit prächtigen Akkordfolgen beginnt, dann  einen bewegten Teil hat und schließlich  in herrlicher Klangfülle endet.

Durch seine perfekte Technik kann sich der Musiker ganz auf den musikalischen Ausdruck konzentrieren. In der Fuga C – Dur von J. Pachelbel kam heitere Stimmung auf. Ein entzückendes Stück , kunstvoll und mit Esprit gemacht.  Thomas Schnabel  ehrte mit dem Werk von H. Freunthaller  diesen verdienstvollen Waidhofner  Musiker und gratulierte ihm zu seinem 95. Geburtstag. Das Werk selbst überrascht in seiner reinen Tonalität und in der rhythmischen Durcharbeitung.

Die Sopranistin Elisabeth Schnabel konnte ihre reine, klare, geradlinige Stimme im Werk von T. Merula  „Gaudeamus omnes“ zur Geltung bringen.  Mit großer Ausdruckskraft und stimmlicher Schönheit  erklang dann die Arie „Höchster, was ich habe“ von J. S. Bach  Das große Sopransolo des „Benediktus“  aus der Mozartschen Messe in B-Dur  sang Elisabeth Schnabel perfekt und ungemein innig.

Günther Haberfellner versteht sein Handwerk. Er spielt  seine Blockflöte  präzise, mit schönem, vollen Ton und einer Leichtigkeit, die seine Werkwiedergaben, so leicht und locker erscheinen lassen. Das konnte man erleben im  konzertierenden  Wettstreit mit der  Sopransolistin im Werk von T. Merula , in der Bach-Arie . Sein solistisches Auftreten kam dann  voll Anmut bei  der Sarabande und Gigue von J.S. Bach.Die  feste, zuverlässige, Grundlage legte im Basso cointinuo  perfekt und  tonrein  Eva Schnabel  in allen Stücken.

Am Schluss ließ Thomas Schnabel die Orgel aufblühen in der fulminanten  „Sortie d-Moll“ von Leon Boellmann.  Ein sehr effektvolles Stück mit reicher Bewegung und einem rasanten Aufschwung, der in einem enormen Klangrausch endet. Das begeisterte,  die Basilika füllende Publikum zollte reichen Applaus.
Bericht und Fotos: Dr. Peter Bubenik